Ein etwas anderer Weihnachtsbrief…


Jetzt ist die besinnliche Jahreszeit: Die Tage sind schon kurz, die Jacken werden dicker, und von allen Seiten flattert Weihnachtspost ins Haus. Weihnachten steht vor der Tür und bringt Geschenke, die wir aber noch in aller Hektik besorgen müssen (so wir denn schon Ideen oder eine Wunschliste haben).
In der profanen Welt der Sozialen Arbeit kommt die Wunschliste auch um Weihnachten herum in Form von Haushaltsmittelanträgen – nicht fürs Christkind, eher für die Präventionsmanagenden, in deren besinnliche Gedanken an den Feiertagen sich vielleicht auch mal der eine oder andere Präventionsantrag einschleicht.


Die meisten von uns haben an den Feiertagen frei (beruflich; wir wissen schon, gerade an Weihnachten ist Haushalt ein Fulltime-Job). Viele von uns können zwischen den Jahren Zeit mit ihren Lieben verbringen, ein Privileg, das wir seit Corona noch mehr zu schätzen wissen. Eins der wenigen Privilegien aber, mit dem der öffentliche Gesundheitsdienst punktet.
Außer der Vereinbarkeit von Familie und Beruf des öffentlichen Dienstes sind die Zuckerstangen am Weihnachtsbaum des ÖGD eher rar gesät und kaum erreichbar. Das Christkind hat dieses Jahr auch nur wenige Geschenke für die ÖGD-Familie unter den Baum gelegt. Während die Soziale Arbeit sein kleines, lieblos verpacktes Geschenk aufmacht und sich freut, dass sie überhaupt etwas bekommt, protzen die Geschwister mit ihren vielen und liebevoll eingewickelten Präsenten.


Nur ein kleiner, sich um mehr Mitglieder bemühender, finanziell eher schwächlicher Berufsverband sucht den konstruktiven Diskurs mit dem unnahbaren, von anderen umschmeichelten Alleinentscheider und will ebenbürtiger Teil der Familie sein. Der Vorstand dieses Berufsverbandes hat viele schöne Geschenke auf die Wunschliste geschrieben, und das Christkind hat die Liste mit einem liebevollen Lächeln und einer verständnisvollen Miene entgegengenommen.


Es lag nichts davon unter dem Baum.


Deswegen endet hier auch die Weihnachtsgeschichte.
Der Vorstand des VSPG wird sich in der besinnlichen Zeit auf eine Strategie, auf seine Ziele und seine Möglichkeiten besinnen. Er wird seinen Einsatz für eine angemessene Rolle in der Strategie des Ministeriums fortsetzen; er will die Stärke der Sozialen Arbeit fokussieren und im rechtlichen Rahmen verankern.


Und dafür wird Euch der Vorstand im nächsten Jahr noch mehr brauchen. Wir können uns nur angemessen zur GesundheitsregionPlus äußern, wenn wir von Euch wissen, wie die Zusammenarbeit läuft oder laufen sollte. Wir können die Einzelfallhilfe nur gut gestalten, wenn wir wissen, wie bei Euch mit psychisch auffälligen Menschen bzw. Polizeimeldungen umgegangen wird bzw. umgegangen werden sollte. Deswegen werden wir Euch fragen, deswegen bitten wir um Eure Mithilfe. Deswegen braucht Euch der Vorstand. Und vielleicht deswegen seid Ihr Mitglied im Berufsverband geworden: um mitzugestalten.


Wir als Vorstand tun, was wir können. Wir beteiligen uns an Arbeitsgruppen der Ministerien, wir fordern den BBB, wir mischen uns bei der Gestaltung des ÖGD ein, wir forcieren Fortbildungen. Und das schreiben wir immer wieder auf unserer Homepage.
Der Vorstand bedankt sich bei Euch für Eure Unterstützung – sei es für Eure Mitgliedschaft, das Verfolgen unserer Arbeit auf der Homepage, das Werbetrommelrühren für den VSPG bei neuen Kolleginnen und Kollegen, sei es für Eure Bereitschaft zur Mitarbeit im Vorstand oder wie Ihr sonst den VSPG unterstützt. Dafür ein herzliches Dankeschön!


Während Gesundheit der allerwichtigste Wunsch in Coronazeiten war, ist es jetzt der Friede. Und so wünschen wir Euch eine friedliche, gesunde und herzliche Zeit mit der Besinnung auf das, was wichtig ist.
Und für das neue Jahr wünschen wir Euch genau dasselbe, nur noch länger.
Der Vorstand wird auch im neuen Jahr alles dafür tun, dass am Ende des Jahres das Christkind auch für die Soziale Arbeit im ÖGD etwas Tolles unter den Baum legt.


Frohe Weihnachten und alles Gute für das neue Jahr!
wünscht Euch Euer Vorstand des VSPG